Unabhängiges Magazin über Geschichte und Funktionsweise der Wirtschaftspresse. Es ist weder die frühere Website unter dieser Domain noch die Redaktion der Zeitschrift „Lizing Revyu (Leasing Review)“ oder eines anderen Mediums; deren Inhalte werden nicht wiedergegeben. Keine Anlageempfehlung.

Geschichte

Geschichte

Die Wirtschaftspresse entstand aus dem Bedürfnis von Händlern, Bankiers und Industriellen, schnell Preise, Kurse und Unternehmensnachrichten zu erfahren. Im 19. Jahrhundert wurden in London und New York Blätter gegründet, die bis heute erscheinen – und mit ihnen Werkzeuge, die uns heute selbstverständlich sind, etwa der Börsenindex. In Russland erschien eine eigene Wirtschaftszeitung Anfang des 20. Jahrhunderts, die moderne Wirtschaftspresse entstand an der Wende von den 1980er- zu den 1990er-Jahren. Im Folgenden eine kurze Chronik und einige Anmerkungen dazu, wie sich dieser Weg im heutigen Nachrichtenstrom niederschlägt.

Die Wirtschaftszeitung begann als Informationsblatt für einen kleinen Kreis. Heute liest ihre Schlagzeilen jeder, der einen Newsfeed öffnet.

— Aus der Redaktion

Chronik

  1. 1843

    In London wird die Zeitschrift The Economist gegründet.

  2. 1888

    In London erscheint erstmals die Zeitung Financial Times.

  3. 1889

    In New York erscheint The Wall Street Journal, eine Zeitung des Verlags Dow Jones.

  4. 1896

    Erstmals wird der Dow Jones Industrial Average veröffentlicht, der zu einem der bekanntesten Börsenindizes wird.

  5. 1909

    In Russland erscheint erstmals die vorrevolutionäre Zeitung Kommersant.

  6. 1989

    Ein neuer Kommersant entsteht – zunächst als Wochenzeitung.

  7. 1992

    Kommersant wird zur Tageszeitung.

  8. 1999

    Die tägliche Wirtschaftszeitung Vedomosti erscheint erstmals.

Wie die Wirtschaftspresse in den Newsfeed kam

Die ersten Wirtschaftsblätter schrieben für Menschen, die Informationen für ihre Arbeit brauchten: welche Waren billiger geworden waren, wie sich Kurse verändert hatten, was in den Branchen vor sich ging. Die Leserschaft war klein und anspruchsvoll, deshalb gewöhnte sich die Wirtschaftspresse früh an Genauigkeit, einen nüchternen Stil und Quellenangaben.

Mit der Zeit entwickelten Wirtschaftsmedien eigene Werkzeuge. Der Börsenindex ermöglichte es, die Stimmung am Markt in einer einzigen Zahl auszudrücken – und diese Zahl wurde zum Dauergast in den Schlagzeilen. Die regelmäßige Berichterstattung der Unternehmen gab Journalisten Anlass, nach Kalender über die Wirtschaft zu schreiben und nicht nur nach Gerüchten.

Als die Nachrichten ins Internet wanderten, landeten Wirtschaftsmeldungen im selben Feed wie Politik, Sport und Unterhaltung. Eine kurze Schlagzeile über steigende oder fallende Indizes lesen heute Menschen, die nie einen Börsenbericht aufgeschlagen haben. Daraus ergibt sich die wichtigste Aufgabe für Leser heute: zu verstehen, was hinter solchen Schlagzeilen steckt und wo der Fakt endet und die Deutung beginnt.

  • Beiträge

    Themen des Magazins: Geschichte der Wirtschaftspresse, Genres, Geschäftszahlen und Indizes in den Nachrichten, Fachzeitschriften, Archive. Dazu der Katalog der Beiträge.

  • Ereignisse

    Über welche Ereignisse die Wirtschaftspresse berichtet, wie der Wirtschaftskalender funktioniert und wie man eine Meldung prüft.

  • Archiv

    Die Rubriken des Magazins und was über die alten Inhalte dieser Domain bekannt ist.

Quellen

  • The Economist – Geschichte der Zeitschrift
  • Financial Times – Geschichte der Zeitung
  • Dow Jones – Geschichte des Index
  • Enzyklopädische Quellen zur Pressegeschichte

Die historischen Angaben stützen sich auf öffentlich zugängliche offizielle und enzyklopädische Quellen. Gesetze und Regeln von Verlagen können sich ändern – prüfen Sie die aktuelle Fassung in offiziellen Quellen.